Bestandteile

Anschlussleitungen

Die Anschlussleitungen bestehen aus der Grundstücksanschlussleitung und den Hausanschlussleitungen.

Als Grundstücksanschlussleitung ist der private Kanal von der Grundstücksgrenze bis zum öffentlichen Kanal (einschließlich Anschlussstutzen bzw. –abzweig) definiert. Die Leitung von der Grundstücksgrenze bis zum Haus und auch die Leitungen unter der Bodenplatte bilden zusammen die Hausanschlussleitungen.

Grundsätzlich sollte für jedes Grundstück ein eigener Anschluss in DN 150 geplant werden. Sollten größere Dimensionen erforderlich sein, ist dem SEL darüber ein Nachweis vorzulegen. Ist das Grundstück in einem Gebiet in dem Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt abgeführt werden (Trennsystem), ist natürlich jeweils ein Anschluss für das Schmutzwasser und ein Anschluss für das Niederschlagswasser an den jeweiligen öffentlichen Kanälen erforderlich.

Ist nur ein gemeinsamer Anschluss mit dem Nachbar möglich, hat eine rechtliche Sicherung zu erfolgen. Dazu haben wir Ihnen unter Gemeinsamer Anschluss Infos zusammengestellt.

Revisionsschacht

Zu den Anschlussleitungen gehört auch immer ein Revisionsschacht. Dieser ist als Einsteigeschacht mit Zugang für Personal vorzusehen. Nur so ist eine einfache und effektive Wartung (Reinigung und TV-Untersuchung) und die vielleicht einmal notwendige Sanierung der Leitung sichergestellt. Dieser Schacht ist außerhalb des Gebäudes, nahe der Grundstücksgrenze zu erstellen. Er ist frei zugänglich zu halten, darf nicht überbaut oder bepflanzt werden und muss jeder Zeit zu öffnen sein.

Sollte auf Grund der vorhandenen Grundstücksgegebenheiten ein Einsteigeschacht nicht möglich sein, kann auf Antrag auch eine geeignete Inspektionsöffnung eingebaut werden.

Entlüftung über Dach

Ohne eine Entlüftung der Abwasserleitungen über Dach, kann es durch Über- oder Unterdruck zum Leersaugen der Geruchsverschlüsse kommen, so dass üble Gerüche austreten. Deshalb sind die Fallrohre der Toiletten über den Ort des Abwasseranfalls hinaus zu verlängern und über Dach auszuführen. Ein Über- oder Unterdruck kann nicht mehr entstehen – die Leitungen sind ausreichend belüftet.

Beratungen und normgerechten Einbau übernimmt der Sanitärinstallateur.