Kleinkläranlagen

Beinahe jeder deutsche Haushalt ist an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Dennoch gibt es in ländlich strukturierten Gebieten oder Außenbezirken Ausnahmefälle, die keinen Anschluss an eine zentrale Abwasserentsorgung besitzen. Diese können sich praktischer Kleinkläranlagen oder, in Ausnahmefällen, abflussloser Gruben bedienen.

Was ist eine Kleinkläranlage?
Bevor Abwasser in den Untergrund oder ein Gewässer eingeleitet wird, muss es mechanisch und biologisch gereinigt werden. Dies geschieht mit einer Kleinkläranlage, die das häusliche Abwasser von Verschmutzungen reinigt. Häusliches Abwasser ist das gesamte im Haushalt anfallende Abwasser aus Küche, Bad, Toilette und Waschhaus. Es muss ausnahmslos in die Kleinkläranlage eingeleitet werden. Niederschlagswasser, Dränwasser, Wasser aus der Tierhaltung, Wasser aus Schwimmbecken, flüssige oder feste Abfälle dürfen allerdings nicht in die Kleinkläranlage eingeleitet werden.

Die Entwässerung über eine Kleinkläranlage bedarf einer Erlaubnis der unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises.

Abgesehen von Kleinkläranlagen kann das Abwasser in Ausnahmefällen auch in abflusslosen Gruben gesammelt werden. Eine abflusslose Sammelgrube ist sozusagen ein dichter Behälter. Die Abwässer werden mit einem Spezialfahrzeug abgesaugt und zum nächsten großen Klärwerk transportiert, wo sie auf hohem technischen Niveau gereinigt werden. Auf Grund der häufig notwendigen Entsorgung, können hierbei sehr hohe Kosten entstehen.

Haben Sie Fragen zu Kleinkläranlagen und abflusslosen Gruben? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Informationen erhalten Sie von Ursula Emde.